Mechanismen der Macht, Asymmetrie und die neue Weltordnung (2025–März 2026)

29. März, 2026

Teil 1: Donald Trump und nationalsozialistisches Deutschland

Ein disziplinierter Vergleich von Mechanismen, keine Gleichsetzung von Ergebnissen

Abstrakt

Vergleiche zwischen zeitgenössischen Staatschefs und NS-Deutschland sind analytisch tückisch. Sie können zu einer Form von moralischem Theater oder zu einem moralischen Betäubungsmittel werden, das einzigartige Verbrechen trivialisiert. Dieser Essay unternimmt eine engere Aufgabe: den Vergleich ausgewählter Mechanismen – rhetorische Muster, institutionelle Taktiken, Elitenpakte und Modi zur Legitimierung von Zwang –, während er gleichzeitig falsche Äquivalenzen in Bezug auf Ideologie, Staatsstruktur und historisches Ergebnis ablehnt.

1. Präambel: Was dieser Essay ist – und was er nicht ist

Ich schreibe dies als Belastungstest für die Wahrnehmung: Können wir Früherkennungsmechanismen benennen, ohne die Geschichte in eine Metapher kollabieren zu lassen? Dieser Essay behauptet nicht, dass die Vereinigten Staaten NS-Deutschland sind oder dass Donald Trump gleich Adolf Hitler ist. NS-Deutschland war um eine rassische Teleologie herum aufgebaut und gipfelte in industriellem Massenmord; diese Singularität muss intakt bleiben. Die engere Behauptung lautet: Bestimmte politische Mechanismen kehren über Regime hinweg wieder – insbesondere solche, die durch Sprache, Legalität und die schrittweise moralische Sortierung von Bürgern funktionieren.

2. Methode: Vergleichsklasse und Beweishierarchie

Der Vergleich beschränkt sich auf Mechanismen: wie Legitimität und Verrat gerahmt werden, wie Gegner narrativ dargestellt werden und wie Verfahren als Hebel genutzt werden. Ausgeschlossen sind der Holocaust als Analogie oder die Annahme einer automatischen genozidalen Absicht. Beweise werden in Stufen (Tiers) behandelt, wobei Primärmaterial (Stufe 1) die höchste Priorität hat.

3. Ideologischer Kern: Teleologie versus Transaktion

Die NS-Ideologie war eine Teleologie: eine Erzählung der Geschichte als Rassenkampf. Trumpismus hingegen wird plausibler als eine Politik der Loyalität, des Spektakels und der Transaktion beschrieben: eine Loyalitätsökonomie. Der Unterschied ist wichtig, weil Ideologie ein Entwurf für das ist, was ein Staat aufzubauen versucht. Die Frage ist, ob Mechanismen der demokratischen Korrosion auch ohne das volle ideologische Paket auftreten können.

4. Rhetorik und Zielkonstruktion: Kontamination und moralische Sortierung

Politische Sprache schafft Erlaubnisstrukturen. In NS-Deutschland waren dehumanisierende Metaphern integraler Bestandteil der Vorbereitung auf den Ausschluss. In der zeitgenössischen US-Politik tauchen parallele Metaphern auf, etwa Trumps Sprache über Migranten, die „das Blut unseres Landes vergiften“, oder die Beschreibung politischer Gegner als „Ungeziefer“ (vermin), die als „Bedrohung von innen“ „ausgerottet“ werden müssen. Dies beweist keine NS-Absicht, aber die Bereitschaft, rhetorische Formen zu nutzen, die historisch mit eliminatorischer Politik verbunden sind.

5. Institutionen und Legalität: Verfahren als Macht

Die NS-Konsolidierung verlief durch die schrittweise Ausrichtung des Rechts an den Interessen der Bewegung (Reichstagsbrandverordnung, Ermächtigungsgesetz). In den USA ist der Vergleich empirisch: Sehen wir Versuche, Verfahren in Hebel umzuwandeln?

Verifizierter Pfad (2025–2026):

  • Schritt 1 – Ernennungs-Schwachstellen: In den Fällen Comey und Letitia James wies ein Bundesrichter Anklagen ab, weil ein interimistischer US-Staatsanwalt rechtswidrig ernannt worden war.
  • Schritt 2 – Test der Kriminalisierung: Im Februar 2026 lehnt eine Grand Jury die Anklage gegen demokratische Abgeordnete wegen eines Videos über die Dienstpflicht ab.
  • Schritt 3 – Administrative Sanktionen: Richter Richard Leon blockierte den Versuch des Verteidigungsministeriums, die Pension von Senator Mark Kelly aus politischen Gründen zu kürzen.
  • Schritt 4 – Parlamentarischer Widerstand: Am 11. Februar 2026 beendete das Repräsentantenhaus per H.J.Res.72 einen nationalen Notstand, der für Zölle auf Kanada genutzt wurde.

Diese Episoden zeigen Reibung, nicht Kollaps. Aber sie zeigen auch den Mechanismus des Drucks.

6. Gewalt und Außenpolitik

Ein disziplinierter Vergleich konzentriert sich auf die Rhetorik der Erlaubnis: Signalisiert die Führung, dass bestimmte Einschüchterungen entschuldbar sind? In der Außenpolitik wird die Trump-Ära als transaktional beschrieben, doch beinhaltet dies auch Nötigung, wie das Beispiel Grönland (Davos 2026) zeigt: „Sie können ‚Ja‘ sagen … oder ‚Nein‘, und wir werden uns daran erinnern“.

Der komplette Bericht (EN):

Donald Trump and Nazi Germany

Donald Trump and Nazi Germany

Teil 2: Operation Epic Fury I – USA-Israel vs. Iran

Was die Schlagzeilen Ihnen verschweigen

Die Nachrichten rahmen dies oft als einfachen Schlagabtausch. Tatsächlich entfaltet sich ein Stapel interagierender Konflikte: ein Kampf um Irans Führung, regionale Glaubwürdigkeit und ein Ringen um Kosten und Ausdauer.

1) Das erste fehlende Puzzlestück: Zerstörung ist nicht gleichbedeutend mit Ergebnissen

Es ist möglich, Anlagen zu zerstören, aber weitaus schwieriger, eine stabile Zukunft „aus der Luft“ zu installieren. Das Risiko ist ein „Strategisches Vakuum“. Wenn die zentrale Autorität im Iran zu schnell schwächt, droht kein demokratischer Übergang, sondern ein ziviler Kollaps: Zusammenbruch von Banken, Logistik und Sicherheit, der als regionaler Flächenbrand nach außen schlägt.

2) Das zweite fehlende Puzzleteil: Die USA kämpfen nun wie der Iran

In einer „Taktischen Umkehrung“ nutzt die USA nun selbst kostengünstige Einweg-Angriffsdrohnen (LUCAS), inspiriert vom Shahed-Konzept. Das ändert die Physik des Krieges: Es geht nicht mehr darum, ob man zuschlagen kann, sondern ob man die Angriffe über Wochen zu massentauglichen Kosten aufrechterhalten kann. Die Gefahr: Je billiger der Hammer, desto mehr Probleme sehen wie Nägel aus.

3) Mosaic Defense und der Libanon

Iran wird nicht einfach einknicken. Seine Doktrin der „Mosaik-Verteidigung“ ist auf Dezentralisierung ausgelegt. Der Libanon fungiert dabei als Haupthebel und „Stoßdämpfer“. Massive israelische Angriffe auf Beirut zeigen, wie der Druck auf den Iran über Netzwerke nach außen verlagert wird.

Der komplette Bericht (EN):

🔥 Operation Epic Fury Part I | What the headlines don’t tell

🔥 Operation Epic Fury Part I | What the headlines don’t tell


Teil 3: Operation Epic Fury II

Strategischer und militärökonomischer Audit

Die Eskalation, formalisiert am 28. Februar 2026, stellt einen Bruch in der Sicherheitsarchitektur dar. Während konventionelle Ziele schnell neutralisiert wurden (über 1.000 Ziele in 24 Stunden), hat der Konflikt eine unerwartete Komplexität erreicht.

A: Das Dekapitations-Paradoxon

Die Ausschaltung der Führung (einschließlich Ali Khamenei) schafft ein Machtvakuum. Die Nachfolge durch Mojtaba Khamenei ist geprägt von einem „institutionellen Lockdown“. Die iranische „Mosaik-Verteidigung“ bleibt operativ, da regionale Knotenpunkte unabhängig funktionieren.

B: Der militärökonomische Hebel (Keupp-These)

Der Militärökonom Marcus Keupp identifiziert die asymmetrische Kriegsführung als den entscheidenden Hebel.

  • Virtuelle Blockade: Iran benötigt keine Schiffe, um die Straße von Hormus zu schließen. Es nutzt die Sensibilität des Versicherungsmarktes. Am 5. März 2026 kündigten Lloyd’s of London und andere den Schutz für Golfgewässer auf. Ohne Versicherung ist Transit „ökonomischer Selbstmord“.
  • Wirtschaftliche Folgen: Der Brent-Ölpreis stieg auf 120 $ (März 2026). Die US-Benzinpreise stiegen auf 3,50 $/gal, was die „innere Uhr“ der politischen Unterstützung unter Druck setzt.

C: Die Technik der Task Force Scorpion Strike

Die TFSS (gegründet Ende 2025) setzt die LUCAS-Drohnen ein.

  • Mesh-Network Swarming: Bis zu 100 Einheiten teilen Sensordaten.
  • Kosten-Asymmetrie: 35.000 $pro Einheit gegen 2 Mio.$ teure Abfangraketen.

D: Globaler Fallout

  • Russland: Profitiert massiv vom Ölpreisschock; Trump musste Sanktionen lockern, um US-Preise zu stabilisieren.
  • China: Fungiert als strategische Lebensader über die Goreh-Jask-Pipeline und eine Schattenflotte, die iranisches Öl trotz Blockade abnimmt.

Der komplette Bericht (EN):

Operation Epic Fury Part II | A Strategic and Military-Economic Audit and its Global Aftershocks

Operation Epic Fury Part II | A Strategic and Military-Economic Audit and its Global Aftershocks

The escalation of hostilities between the United States, Israel, and the Islamic Republic of Iran, formalized under the US-operational code name Operation Epic Fury on February 28, 2026, represents a fundamental rupture in the post-Cold War security architecture.


Teil 4: Die afrikanische Herausforderung (Operation Epic Fury III)

Einen Platz in einer verhandlungsorientierten Welt finden

Afrika wird oft in der Geopolitik übersehen, dabei wird es der Kontinent sein, der das 21. Jahrhundert am stärksten prägt. Das Problem: Afrikas Gewicht wächst schneller als sein Einfluss.

1) Demografie und Ressourcen

Mehr als die Hälfte des globalen Bevölkerungswachstums bis 2050 wird in Afrika stattfinden. Zudem ist Afrika der materielle Kern der Energiewende (Kobalt, Lithium). Dies ist jedoch nur dann ein Hebel, wenn Afrika den Übergang von der Extraktion zur eigenen Wertschöpfung schafft.

2) Maritime Nadelöhre und der Iran-Krieg

Die Sperrung der Straße von Hormus macht die Route um das Kap zur primären globalen Arterie. Südafrikanische Häfen haben nun Tier-1-Sicherheitsstatus. Für importabhängige Staaten wie Kenia bedeutet der Krieg jedoch 25 % höhere Kosten für Treibstoff und Dünger.

3) Strategische Agency

  • Marktmacht: Die AfCFTA (Freihandelszone) ist das wichtigste strukturelle Machtprojekt.
  • Stewardship-Prämie: Staaten, die berechenbare Institutionen und Integrität bieten, werden in einer Welt des Zwangs zu bevorzugten Partnern.
  • Ultimatum (22. März 2026): Donald Trump stellte ein 48-Stunden-Ultimatum zur Öffnung von Hormus und drohte mit Schlägen gegen Kraftwerke. Dies setzt Afrika unter extremen Druck, eigene Resilienz als Sicherheitsdoktrin zu begreifen.

Der komplette Bericht (EN):

Operation Epic Fury Part III: the African Challenge, finding a Place in a bargain-driven World

Operation Epic Fury Part III: the African Challenge, finding a Place in a bargain-driven World

Africa’s role is no longer a footnote. It is becoming a hinge: where population, resources, sea lanes, and security pressures converge—where the future’s bargains will be struck, resisted, renegotiated, or enforced.


© Robert F. Tjón, 29. März, 2026

Dieser Text erschien zuerst auf Substack. Ich veröffentliche ihn hier freiwillig erneut – nicht als Wiederholung, sondern als Spur; ein Ort, an dem Worte nach ihrem ersten Flug zur Ruhe kommen dürfen.

Gesammelte Quellen und Links

Institutionelle und historische Referenzen (NS-Vergleich):

Operation Epic Fury & Globaler Impact:

Afrika & Weltordnung:


Lese weiter, Davos 2026 👇

The new World “Order”, an arctic Schism

The new World "Order", an arctic Schism

It did not feel like a summit. It felt like a post-mortem.

KI-Hinweis: Ich nutze KI, um Quellen zu synthetisieren und komplexe Themen zu strukturieren – insbesondere, wenn Datenrecherche erforderlich ist. Auch wenn ich die Ergebnisse prüfe und redigiere, können KI-Ausgaben fehlerhaft sein; bitte verifizieren Sie kritische Fakten unabhängig.

European Security & Strategic Autonomy

The 2026 Continental Realignment and European Autonomy

Europe has spent many years speaking the language of values while relying on someone else to carry the hardest part of power. That worked for a while. It was comfortable. It also allowed many European societies to believe that prosperity, law, and moral language could replace hard military capacity.

This era is over. Europe’s problem is not only American unpredictability, Russian aggression, or institutional weakness. Europe’s deeper problem is that it has postponed the adult responsibilities of sovereignty for too long.

Europe’s central mistake

For decades, many European countries built their security on a basic assumption: the United States would remain the final guarantor. That assumption shaped budgets, industrial policy, procurement, and political habits. It made delay seem acceptable. It made dependence look normal.

Europe wants the status of a strategic actor without accepting the costs, risks, and discipline that real power requires, and it treated security as a subsidized luxury. That is a harsh phrase, but it captures something real. Europe often behaved as if peace were a permanent condition rather than something that had to be defended.

The American shield is no longer enough

Europe can no longer assume an automatic American response. Article 5 is not a machine. It does not produce a fixed military answer by itself. It still depends on political will, timing, and national choices. That means Europe has built too much of its security thinking on hope.

In previous posts, I linked this loss of certainty to the 2026 Greenland and Iran crisis, the tariff pressure connected to it, and the wider mood of strategic rupture across the Atlantic (1). Whether one agrees with every conclusion or not, the underlying message is serious: Europe must plan for a world in which American support is conditional, distracted, delayed, or focused elsewhere. A mature Europe should have planned for that already.

The institutional problem

This is where the criticism becomes uncomfortable, but necessary. The European Union was designed above all as a system for law, trade, negotiation, and internal balance. Those are real achievements. They should not be mocked. But they are not the same thing as military readiness.

The EU and NATO are “deliberative bodies” (2). The point is that institutions built for consensus are often too slow for high-intensity danger. This translates into a more direct accusation: Europe holds meetings while others prepare force and exercise power. That judgment may be severe, but it is not baseless. The gap between discussion and execution has become too visible to ignore.

Still, criticism should stay fair. Europe’s institutions are not useless. They are simply incomplete for the age now returning. The problem is not that Europe talks. The problem is that Europe often talks instead of deciding, and decides instead of implementing.

What responsibility really means

Responsibility does not begin with anger. It begins with honesty. Europe needs to admit four things.

First, deterrence costs money: larger defense spending, stronger industrial production, and faster procurement are central requirements of any credible European strategy. The exact number can be debated. The principle cannot. A continent that wants security must pay for security.

Second, sovereignty is not just a slogan. It means logistics, stockpiles, heavy lift, intelligence, munitions production, command structures, and the political ability to act under stress. Abstract rhetoric doesn’t fill concrete capability gaps: ISR (3) — Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance — procurement, common defense projects, and Europe’s “enabler gap.”

Third, Ukraine is not peripheral to Europe’s future. Ukraine appears not as a charity case but as the front line of European security. That is an important correction. Europe should support Ukraine not only out of sympathy, but out of self-interest, strategic clarity, and respect for a country that has carried a burden many others preferred to postpone.

Fourth, the comfortable separation between domestic welfare and external defense is narrowing. This does not mean one must celebrate cuts or glorify hardship. It means political leaders should stop pretending that historical comfort can be preserved untouched while the security environment deteriorates. Citizens deserve candor, not comforting phrases.

What Europe should do now

A serious European answer does not need theatrical language. It needs a sequence of actions.

Europe should build a triggered defense authority: a standing defense decision mechanism that can move faster in crisis while still remaining legally anchored and politically accountable. This sounds provocative, but the underlying idea is sound: in moments of danger, predefined responses, funding channels, and procurement rules must activate quickly instead of waiting for another full cycle of hesitation.

It should also accelerate joint production of ammunition, air defense, transport capacity, and intelligence infrastructure. The deeper source file points toward common defense projects and the strategic need to move beyond fragmented national systems. Europe has the industrial base, the expertise, and the money to do more than it is currently doing. What is missing is not talent. It is urgency and political discipline.

And Europe should speak more plainly to its own public. Not in panic. Not in blame. But in adult language. Security cannot remain a background assumption. It has become a central political task again.

A criticism without scapegoats

It is easy to turn this debate into a morality play. America betrayed. Europe failed. Russia threatens. Institutions sleep. Such language may feel satisfying, but it simplifies too much.

The better criticism is more demanding. Europe is not weak because Europeans are inferior or lazy. Europe is weak because its political systems rewarded short-term comfort, legal caution, and managed dependence for too long.

The United States also helped create that structure: for decades, the US did its utmost to destroy the European defense sector and was more than happy that Europe was reliant — because that both destroyed competition on the international market and secured US leverage.

The dependency was mutual, even if not equal.

That makes the current crisis less a story of villains and victims than a story of strategic adolescence that has lasted too long.

Blame alone is sterile. What matters now is whether Europe can convert shock into structure. Can it move from declarations to capacities? From symbolic unity to operational readiness? From outsourced protection to shared responsibility? Those are the real questions.

Conclusion

Europe does not need more self-congratulation, but it also does not need self-hatred. It needs seriousness.

The point is not to become militaristic. The point is to become credible. A free and prosperous Europe can survive only if it is also capable of defending itself, supporting its partners, and acting before crises become disasters.

That is the bill now arriving. Not because history has become cruel overnight, but because Europe postponed payment for too long.

If European leaders want to speak of sovereignty, they must now give that word weight: in budgets, in factories, in command systems, in political courage, and in honesty toward their own societies.

The age of commentary is over. The age of responsibility has begun.

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© Robert F. Tjón, March 31, 2026

Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0 International

Sources:

(1) “The new World Order” 👇 

https://rftjon.substack.com/p/the-new-world-order-an-arctic-schism?r=35vtu2

(2) Benjamin Cook’s “Who’s responsible for European Security” on

https://xxtomcooperxx.substack.com

(3) “ISR gap”:  missing or weak capacity in Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance = blind spots in seeing, understanding, and tracking threats quickly enough to act independently.

Intelligence = knowing what is happening, why it is happening, and what may happen next. This includes analysis of enemy plans, troop movements, supply chains, intentions, cyber activity, and political signals.

Surveillance = continuously watching an area, route, border, sea lane, or target over time. This is the persistent “eyes on” function.

Reconnaissance = actively going out to collect specific information. For example: locating missile launchers, identifying air-defense sites, checking whether units have moved, or confirming battle damage.

  • not enough satellites, drones, aircraft, sensors, or listening systems
  • poor real-time coverage of the battlefield or border areas
  • weak sharing of information between countries
  • slow fusion of raw data into usable decisions
  • dependence on the U.S. for imagery, signals intelligence, targeting data, or command support

A military can have tanks, aircraft, and missiles, but if it does not see clearly, it reacts late, strikes the wrong target, misses threats, or hesitates. ISR is what turns force into effective force. A simple example:

If a missile battery moves at night, good ISR can: detect the movement, identify the unit, confirm its location, assess whether it is a real threat, pass that information fast enough for action.

If there is an ISR gap, one of those steps fails. Then the target may disappear before a decision is made. In the European context, “ISR gaps” refer especially to shortages in:

  • satellite coverage
  • signals intelligence
  • long-endurance drones
  • airborne early warning
  • targeting integration
  • shared data fusion across allies

Other Sources:

https://docs.google.com/document/d/1wRRIz7GKLRSn7ibSzMS54RhRTxyhNCmd/edit?usp=drive_link&ouid=107527150241003063462&rtpof=true&sd=true

This piece first appeared on Substack. I republish it here voluntarily — not as repetition, but as trace; a place where words can rest after their first flight.

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